Posts mit dem Label rezensionen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label rezensionen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 4. November 2017

Alle Toten fliegen hoch (Teile 1, 2, 3) - Joachim Meyerhoff

Joachim Meyerhoff ist Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller. In seinem sechs-bändigen Autobiographischen Werk "Alle Toten fliegen hoch" lässt er seine LeserInnen an seinem mehr als aufregenden, ja verrückt-komischen, bisher verlaufenden Leben teilhaben. Und Meyerhoff hat so einiges von sich zu erzählen, das verspreche ich euch!


Sonntag, 1. Oktober 2017

Die Geschichte der Bienen - Maja Lunde

"Ich hatte geglaubt, mich entscheiden zu müssen, aber ich konnte beides in Einklang bringen, das Leben und die Leidenschaft." - S. 220


Freitag, 1. September 2017

Elefant - Martin Suter

"Schoch hatte sich längst eingestanden, dass er Alkoholiker war. Aber er war ein kontrollierter, sagte er sich immer. Er hatte seinen Alkoholismus im Griff. Er konnte aufhören, wann immer er wollte, das hatte er schon mehrmals bewiesen. Aufgehört und, weil er das geschafft hatte, wieder angefangen. Ganz aufhören würde er, wenn es dafür einen triftigen Grund gab. War ein rosa Elefant ein triftiger Grund?" - S. 41

Freitag, 25. August 2017

Der Club - Takis Würger

"Die Wahrheit, Bill", sagte sie, "sind die Geschichten, die wir uns so lange erzählen, bis wir glauben, sie wären Wirklichkeit." - S. 229

Samstag, 29. Juli 2017

Terror - Ferdinand von Schirach

"Sie, verehrte Damen und Herren Richter, müssen heute entscheiden. Folgendes ist passiert: Ein Terrorist entführte eine Passagiermaschine. Er wollte sie mitten in ein Fußballstadion stürzen lassen und so 70 000 Menschen töten. Aber ein Mann - dieser Mann - hatte den Mut und die Kraft zu handeln. Er schoss das Flugzeug ab, alle 164 Insassen starben. Das ist der Vorwurf der Anklage. Und die Staatsanwaltschaft hat recht, Lars Koch hat es getan. Er hat die Menschen im Flugzeug getötet, Männer, Frauen und Kinder. Er hat abgewogen: das Leben von 164 unschuldigen Menschen gegen das Leben von 70 000 unschuldigen Menschen." - S. 18f


Samstag, 15. Juli 2017

Stolz und Vorurteil - Jane Austen

"Aber sie war daran gewöhnt, sich zufriedenzugeben, es lag in ihrer Natur, glücklich zu sein, und bald war alles wieder gut." - S. 272


Dienstag, 6. Juni 2017

Die Arbeit der Nacht - Thomas Glavinic

"Er konnte sich nicht daran gewöhnen, auf lebendige Laute verzichten zu müssen. Wespen, Bienen, Hummeln, Fliegen waren lästige Geschöpfe, ihr Summen, ihre Aufdringlichkeit hatte er tausendfach verflucht. Das Gebell von Hunden war ihm mitunter als Teufelsgeheul erschienen, und sogar unter den Vogelstimmen gab es einige, deren Penetranz die Lieblichkeit überstieg. Aber der gnadenlosen Stille, die hier herrschte, hätte er das Sirren von Moskitos vorgezogen. Und vermutlich sogar das Gebrüll eines frei umherstreifenden Löwen." - S. 258


Samstag, 29. April 2017

Oliver Twist - Charles Dickens

"Wir leben in einer Welt der Täuschungen, und oft schlagen gerade die Hoffnungen fehl, auf die wir am heißesten bauen, und die unserer Natur die meiste Ehre machen." - S. 406

Samstag, 15. April 2017

Mrs Dalloway - Virginia Woolf

"Sie hatte die absonderliche Empfindung, unsichtbar zu sein; ungesehen; ungekannt; kein Heiraten mehr, kein Kinderkriegen mehr jetzt, sondern nur noch dieses erstaunliche und beinahe feierliche Fortschreiten mit all den andern, Bond Street hinauf, dieses Mrs Dalloway-Sein; nicht einmal mehr Clarissa; dieses Mrs Richard Dalloway-Sein." - S. 14




Dienstag, 28. Februar 2017

Das größere Wunder - Thomas Glavinic

"Nach einer Woche, in der ihn seine Mutter kein einziges Mal besucht hatte, wurde Jonas [aus dem Krankenhaus] entlassen, und von da an änderte sich einiges.
Mike und Jonas wohnten von nun an bei Picco. Jonas bekam das Zimmer neben Werner, das dreimal so groß war wie sein altes, es war sauber, er hatte immer frische Wäsche und sogar neue Hosen, die ihm nicht zu kurz waren, er musste sich nicht allein um sich kümmern, sondern wurde geweckt und bekam Frühstück, Mittagessen, Abendessen.

'Merkt dein Großvater eigentlich, dass Mike nicht so ist wie wir?' fragte Jonas. 'Weiß er, dass es anstrengend werden kann mit ihm?'
'Der findet den normaler als uns, glaube ich.', sagte Werner.
'Und wie lange sollen wir bleiben?'
'Warten wir mal ab. Mir wäre es am liebsten, ihr bleibt für immer.'
'Aber das geht doch gar nicht.'
'Hier geht alles.'" - S. 20


Donnerstag, 16. Februar 2017

Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam? - Michael Köhlmeier und Konrad Paul Liessmann

"Nichts ist so verführerisch wie das, was ein anderer vor uns verbergen will. Es genügt eine Andeutung, eine Geste, ein Hinweis, dass vor uns etwas zurückgehalten wird, dass sich hinter unserem Rücken etwas abspielt, dass wir über eine Sache im Unklaren gehalten werden sollen, um uns ganz diesem Dunkel zuzuwenden, das wir nun ergründen wollen. Manchmal wäre es aber besser, verschlossene Türen nicht zu öffnen." - S. 108

Donnerstag, 12. Januar 2017

Die Märchen von Beedle dem Barden - J. K. Rowling

"Zauberer wie Muggel sind von Machtgier durchdrungen; wie viele würden dem 'Zauberstab des Schicksals' widerstehen? Welcher Mensch, der jemanden, den er liebte, verloren hat, könnte der Versuchung vom Stein der Auferstehung standhalten? Selbst ich, Albus Dumbledore, fände es am leichtesten, den Tarnumhang abzulehnen; was nur zeigt, dass ich, klug, wie ich bin, ein ebenso großer Narr bleibe wie jeder andere." - S. 106

Samstag, 7. Januar 2017

Cox oder Der Lauf Der Zeit - Christoph Ransmayr

"Nichts, kein Werk und kein Ding, sagte Kiang, sollte vor seiner Vollendung den Blick des Allerhöchsten auf sich ziehen. Denn dieser Blick veredelte, vergoldete. Und Vergoldung stand nur dem Vollendeten zu." - S. 88


Samstag, 31. Dezember 2016

Ein Jahr in Büchern | 2016

Das Jahresende ist da. In ein paar Stunden schreiben wir das Jahr 2017. Das neue Jahr bringt nicht nur anfängliche Schreibschwierigkeit (wie oft muss man die Jahreszahl nicht durchstreichen, da man noch immer das alte Jahr im Kopf hat?) mit sich, sondern auch viele neue Erlebnisse, Aufgaben, Konzerte und natürlich Bücher! :)


Ich möchte hier einen kurzen Rückblick auf mein Lesejahr 2016 geben und meine Lieblingsbücher aus diesem Jahr noch einmal kurz vorstellen! :)

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Ein ganzes Leben - Robert Seethaler

"Manchmal war es etwas einsam hier oben, aber er betrachtete seine Einsamkeit nicht als Makel. Er hatte niemanden, doch er hatte alles, was er brauchte, und das war genug."        - S. 166

Montag, 26. Dezember 2016

Fallensteller - Saša Stanišić

"Ich setze mich an den Rand des Floßes und versuche mir vorzustellen, was wohl jemand, der mich am Rand des Floßes beobachtet, glaubt, worüber ich nachdenke. Um es ihm leichter zu machen, starre ich ins Wasser und denke über Fische nach." - S. 48



Sonntag, 18. Dezember 2016

Vorstadtweiber: Am Anfang war die Lüge - Uli Brée


Die Vorstadtweiber. Meine absolute Lieblingsserie im österreichischen Rundfunk! Wer die Serie mag, wird dieses Buch lieben. So kurzweilig der Lesegenuss leider war (das Buch hätte ewig so weiter gehen können), so kurz und knackig wird auch diese Rezension! Naja. Die Vorgeschichte, wie ich zu diesem Buch gekommen bin, wird dann doch etwas länger, haha.

Donnerstag, 17. November 2016

Der Tod in Venedig - Thomas Mann

"Was er suchte, war das Fremdartige und Bezuglose, welches jedoch rasch zu erreichen wäre, und so nahm er Aufenthalt auf einer seit einigen Jahren gerühmten Insel der Adria, unfern der istrischen Küste gelegen, mit farbig zerlumptem, in wildfremden Lauten redendem Landvolk und schön zerrissenen Klippenpartien dort, wo das Meer offen war." - S. 31


Thomas Mann hat mich schon vor zwei Jahren mit seinem Roman "Die Buddenbrooks" in den Bann gezogen. Mit seiner detailgetreuen Schilderung der Umgebung in seinen Romanen, malt er ein Bild in die Köpfe der Leser, wie kein anderer. Ich bin begeistert von diesem Schriftsteller!

Mittwoch, 2. November 2016

Mein Name ist Leon - Kit de Waal

"Wenn er schnell genug fährt, dann hat er so ein flattriges, glückliches Gefühl im Bauch, als ob er ein Superheld wäre, als ob er nicht oben auf dem Hügel anhalten müsste, sondern einfach weiter über die Autos und die Dächer und die Telegrafenmasten fliegen könnte, weit weg, über die Stadt hinweg, und von oben auf die Gärten mit all den Kindern und Babys hinunterschauen und sehen kann, wo Jake gerade ist, und Jake würde winken, und Leon würde rufen: 'Ich kann dich sehen, Jake! Ich kann dich sehen!' " - S. 143


Bis zu den letzten 20 Seiten wusste ich nicht, was ich von der Geschichte halten soll. Berührt sie mich? Fesselt sie mich? Schleicht sie sich in mein Herz? Nichts dergleichen fühlte ich während der Lektüre. Ich wurde teilweise wütend, und auch ein wenig traurig gestimmt. Der kleine Held Leon hat mich am Ende aber dann doch ein bisschen verzaubert.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Komm, süßer Tod - Wolf Haas

"Im Grunde genommen liest sich zur Zeit nichts so vergnüglich wie der neue Wolf Haas, außer natürlich ein alter Wolf Haas." - "Der Falter", Wien.



... Dem stimme ich voll und ganz zu. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, meinen ersten Wolf Haas Roman zu lesen. Genau passend nach meiner Lateinprüfung, um ein meinen Kopf ein bisschen zu entspannen!